Einmal im Jahr genießen die III. Herren das Highlight der Saison, die (inoffizielle)
DEUTSCHE MEISTERSCHAFT DER III. HERRENMANNSCHAFTEN.

Dann wird ein Wochenende lang in irgendeiner Stadt im Bundesgebiet gefochten, gefeiert und gefeixt.

Wenn wir uns nicht gerade im Trainingslager für die "Deutsche" befinden,
daddeln wir in der 1. Verbandsliga Niedersachsens vor uns hin.

Bei diesen Punktspielen herrscht mannschaftsinterne Einigkeit:
Desolate Abwehrleistungen mischen sich mit katastrophalen Abspielfehlern im Mittelfeld,
scheinbar nicht-existente Stürmer versieben kläglich auch die höchstprozentigen Chancen und
durch alle Reihen zieht sich ein eklatanter Mangel an Laufbereitschaft.
Garniert wird das Ganze von indiskutablen Schiedsrichtern,
widrigen Bodenverhältnissen und äußerst beschwerlichen Anfahrten.




Und doch gelingt es diesem Konglomerat von ehemaligen Spitzenspielern, Ewigen-Talenten und
Hockey-Späteinsteigern regelmäßig, diverse erste und zweite Mannschaften anderer Vereine
hinter sich zu lassen und weit oben in der Tabelle mitzumischen.

Das Geheimnis des Erfolgs liegt weder in erhöhtem Trainingsfleiß
noch ausgeprägter Individualvorbereitung.

Weit gefehlt:

Das große Plus dieses Teams nämlich ist sein Spaß am Spiel, gepaart mit Kritikfähigkeit und
Mannschaftsgeist.
Bisweilen derbe Beschimpfungen werden bei elektrolythaltigen Getränken zwischen und
nach den Spielen akribisch aufgearbeitet, zumeist revidiert und in positive Bemerkungen umformuliert.
An Altersschwäche oder Heimweh leidende Akteure werden liebevoll aufgebaut,
gepflegte Unterhaltungen bei Eistee oder Cola free über Kinder, Wetter oder Steuererklärung
sorgen für eine nahezu familiäre Atmosphäre.

Darüber hinaus warten die Coyoten mit einem weiteren Extra auf,
das vermutlich einzigartig im deutschen Sportwesen ist:

Jede/r Zuschauer/in erhält in der Regel ein Bier auf Kosten der Mannschaftskasse.
So lohnt sich der Besuch bei uns wenigstens nach dem Spiel.